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Bild der Woche

Alle Fotos sind ausschließlich in der Gemeinde Sauerlach und der nahen Umgebung entstanden:
Das ist unsere Natur dahoam!

Die Bilder möchten die Augen öffnen und das Bewusstsein stärken für die schützenswerte Natur direkt vor unserer Haustüre.

Die Bilder und Texte sind - soweit nicht anders vermerkt - von Susanne Peetz, Sauerlach. Sie erscheinen auch in einem Wochenkalender, der bei Susanne zum Selbstkostenpreis beziehbar ist. Für 2021 ist er leider schon vergriffen.

Weitere Bilder und Informationen finden Sie in Susannes Blog Heimische Flora und Fauna Bayern.

27.07.2021: Ringelnatter

Die Ringelnatter ist die häufigste der heimischen Schlangen und am ehesten in der Nähe von stillen Gewässern zu beobachten. Aber man sieht sie nicht häufig da diese Schlange eher scheu ist. Mit etwas Glück kann man sie jedoch beim Sonnen beobachten oder wenn sie auf Nahrungssuche anmutig durch einen Teich gleitet. Sie ernährt sich am liebsten von Fröschen und Kröten, aber auch Fische, Molche und andere kleine Amphibien oder Säugetiere stehen auf ihrem Speiseplan.

Für den Menschen ist dieses Reptil völlig ungefährlich. Unverwechselbar ist die Ringelnatter durch die gelben halbmondartigen Flecken an den Kopfseiten. Die Farbe des Körpers kann von grau über braun bis hin zu grünlich variieren. Das größere Weibchen erreicht eine Länge von bis zu 150 cm, die Lebenserwartung dieser Schlange liegt bei ca. 20 Jahren.

20.07.2021: Fingerhut

Ein paar letzte Blüten sind noch im Wald zu finden doch der Fingerhut ist inzwischen bereits weitgehend verblüht. Auffällig ist er schon wenn man ihn im Wald erblickt, häufig in Gruppen von mehreren Pflanzen. Allein die Wuchshöhe von bis zu 150 cm beeindruckt. Unverwechselbar sind seine großen glockenförmigen Blüten welche in kräftigen Farben, in erster Linie in pink, rosa oder purpur, seltener auch in weiß erblühen.
So schön er auch ist, der Fingerhut, so weiß doch hoffentlich auch jedes Kind dass er giftig ist. Alle Pflanzenteile sind hochtoxisch und ein Verzehr führt schnell zu Vergiftungserscheinungen und selbst in geringen Mengen zum Tod.
Für viele Insekten jedoch ist der Fingerhut eine willkommene Nahrungsquelle und sein Nektar wird gerne von Bienen, Hummeln und Co. angenommen.

13.07.2021: Idas Bläuling

Die meisten männlichen Schmetterlinge aus der Familie der Bläulinge sind auf der Oberseite der Flügel blau, die Weibchen dagegen sind oft unscheinbar braun. Bläulinge sind für mich fliegende Saphire, zart, leicht, wunderschön und definitiv beachtenswert. Durch ihre geringe Größe werden sie aber leider häufig übersehen.
Es gibt hier einige Bläulingsarten die manchmal leichter, oft aber nur schwer zu unterscheiden sind. Hilfreich für eine zuverlässige Bestimmung ist immer ein Bild von Ober- und vor allem auch Unterseite der Flügel. Der Idas Bläuling (auch Ginster Bläuling genannt) ist hier in der Münchner Schotterebene noch etwas häufiger zu finden, im Rest von Deutschland wird er immer seltener und ist daher besonders geschützt. Allerdings ist er von Laien nicht vom Argus Bläuling zu unterscheiden, welcher hier aber kaum bis gar nicht vorkommt.
Weitere Bläulingsarten die man hier beobachten kann, wären zum Beispiel der Hauhechel Bläuling, der Rotklee Bläuling, der himmelblaue Bläuling oder der Zwergbläuling.
Sie sitzen gern auf Steinen oder Sand um die für sie wichtigen Mineralien mit ihrem Saugrüssel aufzunehmen.

06.07.2021: Wespenspinne

Noch vor fünfzig Jahren war sie hauptsächlich im Mittelmeerraum angesiedelt, mittlerweile kann man ihr hier aber auch immer öfter begegnen. Die Wespenspinne, welche manchmal auch Zebra- oder Tigerspinne genannt wird, ist wohl unsere auffälligste und schönste Spinne. Sie ist relativ groß (Körpergröße der weiblichen Tiere bis zu 25mm) und gehört zur Familie der Radnetzspinnen. Charakteristisch an ihrem Netz ist das "Zickzackband" welches die Spinne in ihr Netz einarbeitet (leider auf diesem Bild nicht sichtbar).

Als Lebensraum dienen diesem wärmeliebenden Achtbeiner freie, offene Wiesen mit hohem Grasbewuchs. Die Leibspeise der Wespenspinne sind Heuschrecken, daher baut sie ihr Netz in Bodennähe und befestigt es an Grashalmen. Wie alle unserer heimischen Spinnen ist auch sie für Menschen nicht gefährlich, man kann sie also in aller Ruhe betrachten und beobachten. Ich finde es lohnt sich!

29.06.2021: Vogelbad

Eine oder am besten mehrere Wasserstellen sollten in jedem Garten zu finden sein. Bei hohen Temperaturen sind nicht nur Vögel dankbar über frisches Wasser sondern auch diverse Insekten, Igel, etc. profitieren davon.
Eine Wasserschale für Vögel hängt oder steht im Idealfall erhöht und nicht direkt an einem Gebüsch, so dass Katzen sie nicht erreichen können. Vögel trinken und baden gern, wobei das Bad nicht nur zur Abkühlung, sondern auch zur ausgiebigen Gefiederpflege benötigt wird. Für Igel bietet sich eine Trinkgelegenheit am Boden an, die bevorzugt eher geschützt aufgestellt sein sollte.
In jedem Fall empfiehlt es sich das Wasser täglich auszutauschen und die Wasserstellen stets sauber zu halten. Außerdem ist eine Ausstiegshilfe in den Wasserstellen unerlässlich für Insekten, Bienen und Co. Es kann ein Ast sein, den man mit in die Schale legt, ein oder mehrere Steine, die aus dem Wasser ragen; die Möglichkeiten sind da vielfältig.
Bitte denkt daran Regentonnen immer abzudecken damit durstige Tiere darin nicht ertrinken können.

21.06.2021: Kaisermantel

Wie alle Schmetterlinge aus der Familie der Perlmutterfalter ist auch der Kaisermantel orange mit brauner Musterung. Der Kaisermantel aber ist der größte Vertreter dieser Familie. Um diesen Falter sicher bestimmen zu können braucht man etwas Erfahrung und ein gutes Auge oder ein Foto von Ober- und vor allem Unterseite. Hier unterscheiden sich alle Perlmutterfalter. Momentan kann man in der Umgebung nur den Silberfleck- den Braunfleckigen und voraussichtlich bald auch den Feurigen Perlmutterfalter finden. Der Kaisermantel fliegt erst etwas später.
Das Bild hier zeigt ein Männchen, welches man sehr gut an den "Duftstreifen" auf der 1. bis 4. Rippe erkennen kann. Diese Streifen verströmen einen Duft der den Falter für die Weibchen unwiderstehlich machen soll.
Die Kaisermäntel bilden nur eine Generation im Jahr aus. Nach der Paarung legt das Weibchen die Eier nicht auf der Raupenfutterpflanze (Veilchen) ab wie das die meisten anderen Schmetterlinge tun, sondern sucht einen Baum mit rauher Rinde in der Nähe von Veilchenarten und legt die Eier am Baum ab. Noch im Sommer schlüpft die Raupe, versteckt sich ohne Nahrung aufzunehmen und überwintert schließlich am Baum. Erst im Frühjahr machen sie sich auf dem Weg zu Ihrer Futterpflanze.
Nach Ihrer Verpuppung schlüpfen dann im Juni oder Juli die fertigen, wunderschönen Schmetterlinge die man an Waldrändern und Lichtungen finden und gut beobachten kann.

14.06.2021: Streifenwanze

Ungefähr 800 Wanzenarten sind in Deutschland heimisch. Die Streifenwanze ist wohl die hübscheste Vertreterin dieser Spezies. Mit ihrem kräftigen Rot und den schwarzen Streifen fällt sie auf jeden Fall ins Auge. Ihre Unterseite ist ebenso rot aber anstatt der Streifen zieren sie viele schwarze Punkte. Die Streifenwanze gehört zur Familie der Baumwanzen und ernährt sich in erster Linie von Pflanzensäften der Doldenblütler.
Bei uns ist sie zeitweise recht häufig zu sehen. Da die Streifenwanze wärmeliebend ist findet man sie überall da wo es sonnig ist und wilde Möhre, Giersch und Co. wachsen.

07.06.2021: Schwalbenschwanz

Liebesbrief an den Schwalbenschwanz:
Ich kann mich gut an meine erste Begegnung mit dir erinnern, dieses Erlebnis war für mich atemberaubend. Dieses Herzklopfen spüre ich auch jetzt noch bei jeder Begegnung. Deine kräftigen Farben, diese perfekte Form, ja deine schiere Größe mit einer Spannweite von bis zu 9 cm macht aus dir einen wahrlich majestätischen Falter. Deine eigene Art zu fliegen, diese anmutige Kombination aus Flattern und Segeln bezaubert vom ersten Augenblick an.
Ich bin für jeden Moment dankbar an dem ich dir zusehen kann bei deinem Flug, deiner Präsenz, deiner Leichtigkeit und Kraft in diesem kurzen Leben als Schmetterling. Ich empfinde es als Geschenk dich beobachten zu können bei deiner Suche nach einem geeigneten Partner, nach den geeigneten Pflanzen für die Eiablage, nach Nektar und nach Aufwind.
Wie schön dass es dich hier in der Gegend gibt, wenn auch nicht häufig. Vielleicht besuchst du mich mal wieder in meinem Garten, ich habe deine liebsten Raupenfutterpflanzen für dich gepflanzt.
Ich freue mich auf dich du wunderbarer Schmetterling.

01.06.2021: Zauneidechse

Das Bild dieser Woche zeigt eine männliche Zauneidechse, die Weibchen sind immer braun, aber auch die Männchen mit ihren grünen Seiten und Hals können nach der Paarungszeit wieder eine braune Farbe annehmen. Sie bewohnen strukturreiche Flächen und sind äußerst standorttreu. So bewegen sie sich im Laufe ihres Lebens oft nur ca. 30 Meter im Radius vom Geburtsort weg. Nur Nachkommen welche ein eigenes Territorium suchen legen etwas weitere Strecken zurück.

Und hier liegt auch eine der Ursachen des starken Rückgangs von Zauneidechsenvorkommen. Es gibt immer weniger zusammenhängende Lebensräume. Breite Straßen, aufgeräumte Gärten, weniger Übergangsflächen etc. erschweren die Verbreitung einer Zauneidechsenpopulation.

Diese Tiere sind streng geschützt, doch nicht nur das, auch der Raum den eine Eidechse bewohnt darf nicht zerstört werden. Für diverse Bauvorhaben müssen daher immer wieder Eidechsen umgesiedelt werden. Allerdings ist dies in der Regel nicht erfolgreich, da die Tiere versuchen in ihre Heimat zurück zu finden und bei dem Versuch sterben.

Umso schöner ist es, hier noch Zauneidechsen (auch mit Nachwuchs) beobachten zu können!

27.5.2021: Blindschleiche

Von Eva Foerster-Bunk, Sauerlach

24.05.2021: Großer Kohlweißling

Früher war für mich jeder weiße Schmetterling wider besseren Wissens ein Kohlweißling. Sehr oft stimmte das auch, da er einer unserer häufigsten Tagfalter ist. Dies trifft allerdings nur auf den Kleinen Kohlweißling (pieris rapae) zu. Er ist vom Großen Kohlweißling (pieris brassicae), welcher hier auf dem Bild zu sehen ist, allerdings nur schwer zu unterscheiden. Weitere Vertreter aus der Familie der Weißlinge, welche in unserer Gegend zu finden und leicht mit dem Kohlweißling zu verwechseln sind:

  • der Grünaderweißling,
  • der Baumweißling,
  • das Weibchen des Aurorafalters (Oberseite weiß)
  • und das Weibchen des Zitronenfalters, das häufig sehr hellgelb gefärbt ist.

All diese hübschen Schmetterlinge verdienen es ebenso beachtet zu werden. Hilfreich zur Bestimmung ähnlicher Arten sind also immer Fotos von Ober- und Unterseite des Falters. Man sieht also wieder: es lohnt sich, genauer hinzusehen.

17.05.2021: Feldhase

Obwohl bei uns noch relativ viele Feldhasen leben, bekommt man sie doch nur selten zu Gesicht. Ihr Bestand geht allerdings nach und nach zurück, und sie werden inzwischen als gefährdet eingestuft. Im Gegensatz zu (Wild-)Kaninchen leben die Hasen nicht in Gruppen sondern sind Einzelgänger. Auch graben sie keinen Bau oder unterirdische Gänge sondern leben lediglich in einer Mulde, die auch "Sasse" genannt wird. Die Jungen des Feldhasen sind Nestflüchter und werden "fertig" geboren. Sie haben Fell und geöffnete Augen. Falls man also ein Hasenjunges im hohen Gras findet, braucht es in der Regel keine Hilfe. Die Mutter kommt tatsächlich nur einmal am Tag zum Füttern, und recht schnell werden die Kleinen dann auch selbständig.

10.05.2021: Azurjungfern

Azurjungfern sind kleine, schlanke Libellen, welche weit verbreitet sind. Bei diesen hier handelt es sich wahrscheinlich um Hufeisen Azurjungfern. Sie stellen keine hohen Ansprüche an ihren Lebensraum und sind deshalb an nahezu allen Gewässern zu finden. Zur Paarung sucht sich das Männchen ein Weibchen und heftet sich an deren "Nacken". Das Weibchen holt sich dann die Samen des Männchens aus dessen Samentasche, und sie bilden das sogenannte "Paarungsrad". Bis zur Eiablage bleibt das Männchen an das Weibchen gekoppelt. Dieses legt (sticht) dann die Eier auf oder unter eine Wasserpflanze im Wasser, das Männchen "steht" dabei vertikal und achtet auf Fressfeinde. Bis eine Larve schlüpft dauert es ca. 3-5 Wochen, die Larve lebt dann ungefähr ein Jahr lang unter Wasser und häutet sich mehrere Male, bis nach der letzten Häutung über Wasser die fertige Libelle schlüpft. Das Imago wiederum lebt nur bis zu 4 Wochen. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringt die Libelle also als Larve. Da stellt sich mir eine Frage: Wieso ordnet man die Libellen dann nicht den Wassertieren zu?

03.05.2021: Wolken

may the road rise to meet you
may the wind be always at your back
may the sun shine warm upon your face
the rains fall soft upon your fields...
(Irischer Segenswunsch)

 

26.04.2021: Heckenbraunelle

Die Heckenbraunelle ist ein eher unscheinbarer Vogel. Das Gefieder und die Größe ähneln dem der Spatzen sehr, daher wird die Heckenbraunelle wohl auch oft mit ihnen verwechselt.
Die meisten Vögel suchen sich einen Partner zur Paarung, der sie für mindestens eine Brut begleitet und unterstützt, einige Paare bleiben auch ein Leben lang zusammen. Die Heckenbraunellen sind da anders. So tun sie sich in den verschiedensten Konstellationen zusammen. So kommt es vor dass sich ein Weibchen mit zwei Männchen verpaart oder aber umgekehrt, wobei sich dann auch alle gemeinsam um die Brut und den Nachwuchs kümmern.
Teilweise kommt es auch zu richtigen Fortpflanzungsgemeinschaften mit mehreren Weibchen und mehreren Männchen.
Dieses Fortpflanzungssystem scheint sich bei den Heckenbraunellen bewährt zu haben.

19.04.2021: Tagpfauenauge

Das unverwechselbare Tagpfauenauge ist wohl einer der schönsten heimischen Schmetterlinge.
Doch woher kommt der Name "Schmetterling" überhaupt?
Das Wort "Schmetten" kommt aus dem Ostmitteldeutschen und bedeutet "Rahm" oder "Schmand".  
Die Menschen früher haben beobachtet, dass einige Falter sich von Milchprodukten angezogen fühlen und gerne davon kosten. Daher auch die englische Bezeichnung "butterfly".

13.04.2021: Erdkröten

Diesmal sind auf dem Kalenderblatt vier Erdkröten Männchen zu sehen die bei der Suche nach einer Partnerin leider leer ausgegangen sind. Deshalb vielleicht der mürrische Gesichtsausdruck? 😂
Nachdem für den ein oder anderen nicht ganz klar ist wie man Kröten von Fröschen unterscheiden kann möchte ich diese Gelegenheit nutzen und etwas Licht ins Dunkel bringen:
Zuerst einmal haben Frösche meist einen schlanken, anmutigen Körperbau während Kröten größer sind und eher dick und behäbig aussehen. Die Haut von Fröschen ist in der Regel glatt, die Krötenhaut dagegen faltig und warzig. Frösche verbringen ihr Leben an und im Wasser und haben daher Schwimmhäute zwischen den Zehen, Kröten sind Landtiere und begeben sich nur zur Laichablage ins Wasser und benötigen daher keine Schwimmhäute.
Die Hinterbeine der Frösche sind lang und muskulös, daher können sie damit große Sprünge machen. Die Hinterbeine von Kröten sind nur etwa so lang wie deren Vorderbeine, weshalb sie sich nur langsam "zu Fuß" also schreitend auf allen vieren oder ggf. mit kleinen Hüpfern fortbewegen.

05.04.2021: Siebenschläfer

Der Siebenschläfer gehört zur Familie der Bilche und schläft momentan noch tief und fest in seiner Erdhöhle die er 50 - 100 cm tief in den Waldboden gegraben hat. Woher sein Name kommt dürfte allgemein bekannt sein. Er verschläft 7 kalte Monate, die meisten schlafen tatsächlich aber eher länger. Um dies überleben zu können müssen sie sich ordentlich Speck anfuttern. Sie fressen außer Knospen, Bucheckern, Eicheln etc. mitunter auch kleine Vögel und Insekten.
Siebenschläfer sind hauptsächlich nachtaktive Tiere, welche zum Glück hierzulande nicht als gefährdet eingestuft werden.
Interessant zu erwähnen ist, dass Siebenschläfer in der Lage sind ihren Schwanz abzuwerfen. Man kann sich das nicht so wie bei einer Eidechse vorstellen, vielmehr ist die Schwanzhaut am Schwanzansatz sehr dünn und reißt daher schnell ab wenn ein Feind das Tier am Schwanz packt. Die Haut wird dann abgezogen, was dann noch übrig ist knabbert der Bilch ab und ein neuer, kürzerer Schwanz wächst langsam nach.
Übrigens: der "Siebenschläfertag" hat mit dem Siebenschläfer nichts zu tun.

29.03.2021: Veränderliche Krabbenspinne

Die veränderliche Krabbenspinne kann ihre Farbe variieren zwischen gelb, weiß und grünlich. Allerdings können das nur die Weibchen, welche 7-10 mm groß werden. Die viel kleineren Männchen (ca.  3mm) sind braun und ziemlich unscheinbar.
Diese Spinnenart baut kein Netz, sie lauert auf oder unter einer Blüte auf Beute. Landet dort ein Insekt oder ein Schmetterling greift die Spinne zu, injiziert ihr Gift und wartet. Sie hält mit den kräftigen langen Vorderbeinen die Beute von sich ab, sodass ihr der Stachel einer Biene oder Wespe nichts anhaben kann. Anschließend saugt sie die Beute aus. Selbst Hornissen können ihr so zum Opfer fallen.
Häufig verbringt die Spinne die meiste Zeit ihres Lebens auf ein und derselben Pflanze.
Ca. ab Mai ist sie wieder in Gärten, Wiesen oder Waldrändern zu finden.

20.03.2021: Raben

Die Rabenvögel welche in unserer Gegend vorkommen sind in erster Linie Saatkrähen oder Rabenkrähen. Diese sind relativ leicht am Schnabel zu unterscheiden. Während die Saatkrähe einen hellen, eher grauen Schnabel trägt besitzt die Rabenkrähe (siehe Bilder) einen schwarzen Schnabel mit dichter Befiederung am Schnabelansatz.
Es sind mit ihrer Spannweite von bis zu 1m wohl die größten Vögel die an unsere Futterstelle kommen. Auch wenn diese Krähen oft als "Raben" bezeichnet werden: ein Rabe ist tatsächlich doppelt so groß wie eine Rabenkrähe!
Rabenkrähen sind sehr intelligente Allesfresser und nicht zuletzt deswegen häufig nicht gerne gesehen. Sie wühlen im Müll und rauben gerne Eier oder Jungvögel etc.. Wenn man sie hört kann man kaum glauben dass sie der Kategorie der Singvögel angehören.
Ich finde sie allerdings wunderschön.

15.03.2021: Amsel

Nicht nur die Amsel genießt ein erfrischendes Bad. Amseln und einige andere Arten haben bereits mit dem Nestbau begonnen. Dann beginnt eine anstrengende Zeit für die gefiederten Tiere, sie benötigen viel Energie zuerst für den Neubau und dann für die Aufzucht der Jungen weil sie unermüdlich Nahrung herbei schaffen müssen um möglichst alle hungrigen Küken durchzubekommen. Es bietet sich daher an nicht nur im Winter sondern gerade auch jetzt Futter anzubieten. Die Vögel brauchen jetzt viel Proteine  und freuen sich sehr über Mehlwürmer, die es auch getrocknet zu kaufen gibt. Ansonsten eignet sich energiereiches Futter, Nüsse, Sonnenblumenkerne, Hanfsamen etc.. Wenn man Erdnüsse anbieten möchte sollte man auf gehackte Erdnüsse zurückgreifen. Zum Trinken tut's eine einfache Schale mit Wasser, möglichst katzensicher aufgestellt.
Dann kommt bestimmt viel dankbarer, gefiederter Besuch. 🐦

13.03.2021: Hermelin

Heute kam ganz unerwartet etwas sehr hübsches vor die Linse. Leider sind die Bilder nicht ganz scharf, da ich nur mit Kompaktkamera fotografiere.
Ein Hermelin noch mit Winterfell. Ist das nicht uuuuunglaublich süß?

09.03.2021: Mohnblume

Diese Mohnblume soll einfach nur etwas Farbe in den manchmal doch grauen Alltag bringen.

01.03.2021: Grünfink

Der Grünfink ist ein nicht allzu seltener Besucher der Futterstellen. Allerdings verscheucht er dort gern lautstark die anderen Vögel und frisst lieber allein.
Wie bei vielen Vögeln ist das Weibchen weniger kräftig gefärbt als das Männchen (hier auf dem Bild). Momentan sind viele Vögel, wie auch der Grünfink auf der Suche nach paarungswilligen Weibchen. Auch er beglückt seine Auserwählte gerne mit Geschenken wie zum Beispiel feinen Körnern oder auch mal eine schöne weiche Feder für den Nestbau.
Der Grünfink benötigt im Gegensatz zu einigen anderen Vögeln zur Brutzeit keinen Kasten, er baut sein Nest am liebsten in dichtem Gestrüpp.

24.02.2021: Wintergoldhähnchen

Immer wenn ich ein Wintergoldhähnchen sehe habe ich die Kamera nicht dabei! Und das ist sehr schade, weil es ein unglaublich hübsches Vögelchen ist. Es ist ohnehin schwer zu fotografieren denn es ist zum Einen ziemlich rastlos und ständig in Bewegung und zum Anderen hält es sich am liebsten in den Baumkronen der Fichten auf.
Das Wintergoldhähnchen ist der kleinste Vogel Europas und wiegt gerade mal 5 Gramm!
Dankenswerterweise hat Klaus Werning mir ein Bild zur Verfügung gestellt welches ich euch hier zeigen darf.
Darf ich vorstellen:
Das Wintergoldhähnchen - ein winziges Federbällchen mit Punkfrisur.

22.02.2021: Regenbogen

"Somewhere over the rainbow way up high
There's a land that i have heard of once in a lullaby
Somewhere over the rainbow skies are blue
And the dreams that you dare to dream really do come true..."
(Judy Garland)

15.02.2021: Aurorafalter

Der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) ist schon auf dem aktuellen Kalenderblatt zu finden, in der Natur muss man allerdings noch bis ca. Ende März auf ihn warten.
Dabei ist er einer der ersten die im Frühling schlüpfen, denn nur wenige der heimischen Schmetterlinge überwintern hier als fertige Falter wie der kleine Fuchs oder das Tagpfauenauge. Diese sieht man dadurch bei wärmeren Temperaturen teilweise schon recht früh im Jahr fliegen.
Der Aurorafalter dagegen verbringt den Winter hier als Puppe.
Er gehört zur Familie der Weißlinge und kommt tatsächlich recht häufig vor. Der Grund warum ihn trotzdem viele nicht kennen ist zum Einen, dass er kaum in die Gärten kommt, es sei denn dort wächst Wiesenschaumkraut und zum Anderen, dass seine Lebenserwartung als Schmetterling lediglich bei ca. 14 Tagen liegt.
Dazu kommt dass er nur eine Generation pro Jahr ausbildet, demnach hat man also nur im Frühjahr die Chance ihn zu sehen.
Das Männchen des Autorafalters ist dank seiner orangen Flügelspitzen leicht zu erkennen, dem Weibchen fehlen diese, weshalb man es leicht mit anderen Weißlingen verwechseln kann. Lediglich die Unterseite hilft dann zur eindeutigen Bestimmung, aber dazu müsste dieses unermüdliche Tierchen erst mal still halten.

08.02.2021: Blaumeise

2020 war kein gutes Jahr für die Blaumeisen. Im Frühjahr starben tausende von ihnen an einer Krankheit die für die süßen Piepmätze ähnlich wie eine Lungenentzündung für Menschen verläuft. 🙁
Allerdings dürfte dies für den Bestand der Blaumeisen auf längere Sicht wenig Auswirkungen haben, zumal die Blaumeise den Rekord unter den Nesthockern für das größte Gelege hält mit bis zu 17! Eiern. So leisten die Eltern mit der Brut im Frühjahr Schwerstarbeit indem sie 16 Stunden pro Tag ununterbrochen Futter herbeischaffen. Um sie dabei zu unterstützen könnte man ihnen (evtl. getrocknete) Mehlwürmer anbieten die sie gerne annehmen. Auch unterstützen kann man die Blaumeisen indem man ihnen Nistkästen mit kleinem Einflugloch (28 mm) anbietet.
Die freche Blaumeise wiegt übrigens nur halb so viel wie ein Spatz, also nur ca. 10 Gramm, das ist weniger als ein Päckchen Backpulver!
In den Kommentaren gibt es noch ein Bild von einer jungen Blaumeise, bei der das Gefieder noch recht blass gefärbt ist, das kräftige blau und das gelb kommen erst nach und nach.

01.02.2021: Lupine

The Earth has music for those who listen.
-William Shakespeare-

Wer aus Sauerlach kommt und gerne spazieren geht wird diese Pappelgruppe vermutlich kennen.
In dieser Woche zeigt der Kalender dieses stimmungsvolle Bild.

18.01.2021: Rotkehlchen

Das hübsche und allseits bekannte Rotkehlchen (erithacus rubecula) ist diese Woche auf dem Kalenderblatt zu sehen.  Rotkehlchen kann man das ganze Jahr über hier beobachten, denn längst nicht alle dieser Tiere ziehen im Winter in wärmere Gefilde (interessanterweise sind es wohl hauptsächlich Weibchen die es in den Süden zieht, Männchen bleiben eher hier... 😄).
Das Rotkehlchen ernährt sich in erster Linie von Insekten, Würmern, Spinnen und Schnecken nur im Winter muss es auch auf Beeren und Samen etc. zurückgreifen.
Es ist verhältnismässig zutraulich und kommt den Menschen zum Teil sehr nahe. Sie folgen überhaupt den großen Tieren gerne, da diese beim Gang durch die Wiese Insekten aufwirbeln.
Den Gesang des Rotkehlchens kann man bereits eine Stunde vor Sonnenaufgang hören und endet erst wieder eine Stunde nach Sonnenuntergang. Und selbst nachts singt das eine oder andere rotbrüstige Vögelchen manchmal sein melancholisches Lied.

16.01.2021: Vogelbad

Vögel brauchen auch im Winter Wasser um ihren Durst zu stillen. Leider ist das in dieser Jahreszeit nicht immer einfach zu finden, sodass sie manchmal mehrere Tage nichts trinken können weil alles gefroren ist. ❄️ Manche Vögel baden auch gerne, zur Gefiederpflege.
Man kann mit ganz einfachen Mitteln ein Vogelbad bauen. Man braucht lediglich eine Tonschale, eine Kerze und etwas Feuerfestes zum draufstellen. Natürlich muss auch noch die Luftzufuhr für die Kerze gesichert sein.
Ich habe schon die verschiedensten Aufbauten gesehen. Die Möglichkeiten sind vielfältig.
Die Kerze in der Früh anzünden, frisches Wasser rein und fertig. Das Wasser wird nicht wirklich warm, es gefriert aber eben auch nicht.
Hier wird das Vogelbad schon gut genutzt.

11.01.2021: Schmetterlingstramete

Die Schmetterlingstramete (trametes versicolor) welche diese Woche auf dem Kalender zu sehen ist kann verschiedene Farben aufweisen. Kräftiges Grün gehört eigentlich nicht dazu. Allerdings setzen sich gern Algen auf ältere Pilze und "begrünen" so die Tramete.
So ziemlich jeder dürfte diesem Ganzjahrespilz, der häufig auf totem Holz wächst, schon begegnet sein. Er begeistert mit seinem farbig gezonten Aussehen und wurde und wird daher häufig getrocknet in Gestecken oder als Hutschmuck zur Deko verwendet.
Allerdings steckt viel mehr in ihm. So ist er auch ein geschätzter Heilpilz und wird u.a. zur Begleitung bei Krebstherapien eingesetzt.
Weitere Einsatzgebiete: Grippe, Stärkung des Immunsystems, Herpes, Entgiftung u.v.m.
Die traditionelle chinesische Medizin setzt schon sehr lange auf die Wirkung der Tramete.
Trotzdem ist sie als Speisepilz ungeeignet, aber sie lässt sich (ggf. selbst gesammelt und getrocknet) gut zu Tee aufbrühen.
Oder man verwendet sie frisch als Waldkaugummi 🙂
Im Handel ist die Tramete (auch Colorius genannt) auch als Pulver erhältlich.

04.01.201: Spaltblättling

Auf dem Kalenderblatt von dieser Woche ist der gemeine Spaltblättling zu sehen.
Es ist ein eigentlich recht unscheinbarer Baumpilz der ganzjährig vor allem auf altem Laubholz zu finden ist. Von oben betrachtet würde man ihn kaum beachten, erst an der Unterseite zeigt er seine wahre Schönheit.
VORSICHT: nicht daran riechen, eingeatmetes Sporenpulver kann zu gesundheitlichen Schäden führen!

03.01.2021: Goldammer

Goldammern sind ein hübscher gelber und nicht zu kleiner Farbklecks im tristen grau. 💛
(Die Bilder sind mal wieder nicht ganz scharf da sie durchs Fenster fotografiert sind. 😁)

21.12.2020: Kernbeißer

Ja is denn heut scho Weihnachten?  🎁🐦
Jedenfalls ist einer meiner Wünsche bereits in Erfüllung gegangen. Ein Kernbeißer hat uns besucht!!!  
Ein stattlicher, wunderschöner Vogel mit kräftigem Schnabel. Wow. 😍

16.12.2020: Judasohr

Das Judasohr ist ein Baumpilz der hauptsächlich im Winter seine Saison hat.
Er wächst hauptsächlich an Holunder, selten ist er auch an anderen Bäumen zu finden.
Er fühlt sich an wie er aussieht. Knorpelig und wabbelig. 😁
Der Pilz ist eng verwandt mit dem Mu Err Pilz der in vielen asiatischen Gerichten zum Einsatz kommt. Man kann ihn vielseitig einsetzen da er relativ geschmacksneutral ist.
Das Judasohr ist ein wunderbarer Heilpilz. Er stärkt das Immunsystem, wirkt blutverdünnend und beugt daher Thrombosen vor,  wirkt stärkend, kräftigend und hat viele weitere positive Eigenschaften. Er hat keine Nebenwirkungen und kann nicht überdosiert werden.  
Auch getrocknet als Tee ist er verwendbar.
Wenn ihn jemand aus meiner Gegend mal probieren möchte gehen wir gern zusammen sammeln oder ich gebe von meinem Vorrat etwas ab.
Momentan ist er recht häufig zu finden.

12.12.2020: Buntspecht

Diskriminiert die Bezeichnung "Meisenknödel" nicht Vögel verschiedenster Arten?
Sollten sie sich ausgeschlossen fühlen und empören?
Nachdem wir sie nicht fragen können sollten wir uns da nicht für sie einsetzen?
Wenn wir gaaanz viel Langeweile hätten und keine "richtigen" Probleme dann könnten wir eine Petition starten und Unterschriften sammeln. 😁 🙈
Die Vögel allesamt interessiert das nicht. Und so solls sein! Hauptsache es schmeckt.
Und dem Buntspecht schmeckts.

11.12.2020: Erlenzeisig

Heute hat mich ein Erlenzeisig Pärchen besucht! 😍
Sie sind kleiner als Spatzen. 🐦
Ich freue mich sehr über die eher seltenen Gäste. 😊

08.12.2020: Himmlisch

Himmlisch ☁🌥☁🌦⛅🌤☁

28.11.2020: Haareis

Wer momentan aufmerksam im Wald unterwegs ist könnte mitunter Haareis sehen.
Es entsteht nur unter bestimmten Bedingungen. Kein Schnee, Temperatur um den Gefrierpunkt, Feuchtigkeit im Totholz (vom Laubbaum). Das Myzel eines bestimmten Pilzes muss das Holz durchziehen. Dieser bewirkt, dass die Feuchtigkeit durch die feinen Poren nach draußen tritt, wo sie sofort gefriert. Das Eis "wächst" also wie Haare.
Oft hält es nicht sehr lange. Es fühlt sich ganz weich an und im ersten Moment gar nicht kalt. Aber dann schmilzt es in der Hand.
Ich finde es wunderschön weil es so filigran und zart ist.

26.11.2020: Bergfink

Ein seltener, wunderschöner Gast war heute zu Besuch:
Der Bergfink.
Er ist hauptsächlich in Skandinavien beheimatet, im Winter jedoch zieht er nach Mitteleuropa und überwintert dort. Nur selten ist er an Futterplätzen zu beobachten. Was für ein Geschenk dass ich ihn sehen durfte!
Leider sind die Bilder unscharf, das liegt an meinem schmutzigen Fenster.  🙈