BN-Film: Die grüne Lüge (Greenwashing)

Umweltschonende Elektroautos, nachhaltig produzierte Lebensmittel, faire Produktion: Hurra! Wenn wir den Konzernen Glauben schenken, können wir mit Kaufentscheidungen die Welt retten. Aber das ist eine populäre und gefährliche Lüge. Gemeinsam mit der Greenwashing-Expertin Kathrin Hartmann zeigt Werner Boote („Plastic Planet“, „Alles unter Kontrolle“) in seinem neuen Dokumentarfilm, wie wir uns dagegen wehren können.

Datum
21.11.2019 19:30 - 21:30

Ort
Vortragsraum, vhs Sauerlach, Bahnhofstr. 5, 82054 Sauerlach

Am Donnerstag, den 21.11.2019, zeigt der BUND Naturschutz, Ortsgruppe Sauerlach, in Zusammenarbeit mit der vhs Sauerlach den Film Die grüne Lüge von Werner Boote:

Dient das Etikett »Nachhaltigkeit« dazu, Umweltzerstörung unsichtbar zu machen? Werner Boote und Kathrin Hartmann hinterfragen die Imagepflege der Konzerne:
Webseite zum Film: https://www.littledream-entertainment.com/filme/grueneluege/

Film-Trailer: https://youtu.be/K20e82l1i7o

Film-Kritik: https://www.epd-film.de/filmkritiken/die-gruene-luege

Eine zentrale Aussage des Films ist die direkte Kritik an einer Politik, die die Verantwortung für ökologisch und sozial akzeptable Ware den Verbrauchern zuschiebt und keinen Schutz vor irreführender Werbung wie der von einer »Nachhaltigkeit« der Palmölproduktion bietet, durch die Regenwald vernichtet und Menschen vertrieben werden.
Das »richtige Einkaufen« des »mündigen Verbrauchers« erweist sich schließlich als die große Falle, in die gerade jene Menschen geraten, die sich im Konsumverhalten nicht als Weltzerstörer fühlen wollen. Doch wirkliche Nachhaltigkeit, so viel wird auf dieser Reise klar, »erschmust man sich nicht mit Konzernen«. Denn immer wieder, bei den Erdölbohrungen und den damit verbundenen Katastrophen, bei Elektroautos, bei denen die Umweltzerstörung unsichtbar gemacht wird, zeigt sich, was ein Betroffener sehr schlicht erklärt: »Denen ist die Umwelt egal, alles, was sie interessiert, ist Geld.«
Eine ernüchternde Reise, eine Reise, die zornig macht. Und die zugleich optimistisch bleibt. Der Film von Boote und Hartmann enthält eine Reihe von Informationen, die im täglichen Nachrichtenfluss nicht vorkommen, vor allem aber vermittelt er, wie sich die Gefahren einer Produktion unter dem grüngewaschenen Image der Konzerne nicht allein in Zahlen und Untersuchungen wiedergeben lassen, sondern im Leben von wirklichen Menschen. Das ist es, was Filme können.