12.2011: Pflanzen mit Migrationshintergrund

Pflanzen, die nach 1492, dem Jahr der Entdeckung Amerikas, bei uns eingewandert sind, nennen die Biologen Neophyten. Die Anzahl dieser Neophyten ist riesig, das Veilchen, die Kastanie, die Glockenblume, der Meerrettich gehören dazu. Viele Pflanzen wurden auch gezielt eingeführt, etwa die Kartoffel. Von einem neueren Einwanderer ist zur Zeit besonders die Rede, vom Indischen Springkraut. Es stammt aus dem westlichen Himalaya und hat sich auch bei uns besonders massiv ausgebreitet, weil es hier zunächst keine natürlichen Feinde hat. Im Spätsommer leuchten an Waldrändern und auf Waldlichtungen die rosa-violetten Blüten der zwei Meter hohen kräftigen Pflanzen. In manchen Orten wurden schon größere Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt, aber sie nützen wenig. Die Ausbreitung ist zunächst kaum zu stoppen. Fachleute gehen davon aus, dass sich auch hier im Laufe der Zeit ein natürliches Gleichgewicht einstellen wird.

Unsere nächste Monatsversammlung findet wieder am dritten Mittwoch im Monat, am 16.November um 20 Uhr im Gebäude der VHS statt. Gäste sind immer willkommen.

10.2011: Wollen Sie handgreiflich werden?

Im Laufe eines Jahres gibt es für uns immer wieder mal praktische, handfeste Arbeiten zu erledigen. Bäume oder Sträucher sollen gepflanzt werden, eine Grube für ein Feuchtbiotop soll ausgehoben werden, gemähtes Gras soll aufgeladen werden ... meistens ist das mit einigem Spaß verbunden. Aber wenn es nur sechs Hände sind, wo es besser doppelt so viele wären, dann artet der Spaß in Arbeit aus. Das passiert gerade in den Sommermonaten, wenn bewährte Helfer in Urlaub sind. Könnten Sie sich vorstellen, dass Sie da eventuell mal einspringen, mal ein paar Stunden mitarbeiten, so probeweise. Wenn Sie sagen, ja, mich könnten sie da schon mal fragen, dann rufen Sie doch bitte die Telefonnummer 7363 ( Kora Albath ) an, wir notieren dann Ihre Nummer und fragen bei Bedarf nach, ganz unverbindlich. Bis zur nächsten Handgreiflichkeit.

Unsere nächste Monatsversammlung findet wieder am dritten Mittwoch im Monat, am 19,Oktober um 20 Uhr im Gebäude der VHS statt. Gäste sind immer willkommen.

09.2011: Die Kindergruppe am Teich

Foto: K. Albath

Im Juli traf sich unsere Kindergruppe an einem kleinen Kiesgrubenteich. Diesmal sollten die Kinder sehen, was da alles in so einem kleinen, flachen Gewässer lebt – und wir fanden erstaunlich viel: Bergmolchlarven, Libellenlarven, kleine Erdkröten, Kaulquappen, Rückenschwimmer, Wasserläufer, Gelbrandkäfer, Gelbbauchunken. Und noch aufregender wurde es für die Kinder als sie erfuhren, wie die Tiere voneinander leben, wie die einen die anderen fressen: Libellenlarven fressen Kaulquappen und Molchlarven, erwachsene Molche fressen kleine Libellenlarven oder kleine Rückenschwimmer, während erwachsene Rückenschwimmer wieder von Amphibienlarven leben. Da aber jede Tierart sehr viele Nachkommen hat, ist das Überleben jeder Art gesichert, wenn die natürlichen Verhältnisse nicht von außen gestört werden. Schließlich fanden die Kinder eine Gelbbauchunke, sie erfuhren, dass die Gelbbauchunke auf der „roten Liste“ steht, was das bedeutet und warum es dazu gekommen ist. Wir haben die verschiedenen Tierarten vorsichtig aus dem Wasser gefischt , in kleine Gläser gegeben und dann fotografiert. Auf dem nebenstehenden Bild sieht man sie – leider etwas klein – 1. /2. Gelbbauchunkenkaulquappe, 2. drei Erdkröten, 4. Libellenlarve, 5. Bergmolchlarven, 6. Rückenschwimmer, 7. zwei Gelbbauchunken, 8. Libellenlarve, 9. Wasserläufer. Nach dem Fototermin kamen sie wieder zurück ins Wasser.

Anschließend versuchten die Jungen noch Fische zu angeln, während die Mädchen Himbeeren pflückten. Die Himbeeren haben wir dann auf einem Camping-Kocher zu leckerer Marmelade gekocht. Und davon durften die Jungen dann auch probieren, auch wenn sie keine Fische gefangen hatten.

Wir wünschen unseren Kindern schöne Sommerferien, am 19.September treffen wir uns wieder, zum 15. Mal!

Unsere Nächste Monatsversammlung findet wieder am dritten Mittwoch im Monat, 21.September um 20 Uhr im Gebäude der Volkshochschule statt. Gäste sind immer willkommen.

07.2011: Lerchenfenster in Sauerlach?

Wann haben Sie zuletzt eine Lerche singen gehört? Einige wenige gibt es ja noch in unserer Umgebung, aber es werden von Jahr zu Jahr weniger. Nun hat man eine einfache Maßnahme gefunden, den Lerchen doch noch eine Chance zu geben. Wenn der Bauer durch kurzzeitiges Anheben bzw. Aussetzen der Sämaschine bei der Aussaat pro Hektar zwei Flächen von je ca. 20 qm nicht besät und brach liegen lässt, verzichtet er auf 0,4 % des Getreidebestandes aber der Bruterfolg für die Lerchen steigt um bis zu 300%. Nicht nur die Feldlerchen profitieren von den geschützten kleinen Brachflächen mitten im Feld, auch Feldhasen, Rebhühner, Wachteln, Goldammern suchen solche Stellen.

Vor allem durch die Intensivlandwirtschaft wurde der am Boden brütenden Feldlerche das Leben schwer gemacht. In den letzten 20 Jahren ist der Bestand bei uns um etwa 50 % zurückgegangen. Aber vielleicht werden es ja wieder mehr, dank dem Lerchenfenster.

Unsere nächste Monatsversammlung findet wieder am dritten Mittwoch im Monat, am 20. Juli um 20 Uhr im Gebäude der VHS statt. Gäste sind immer willkommen!

06.2011: VBT, M-W, Via Julia ..?

Radfahrer wissen Bescheid. Denn in Sauerlach hat man die große Auswahl, durch den Ort verlaufen gleich drei Fernradwanderwege. Der Via-Bavarica-Tyrolensis von München ins Inntal, der München-Wasserweg

vom Deutschen Museum zum Tegernsee und die Via Julia von Augsburg nach Salzburg. Und seit einem Jahr kommen dazu noch die zwei Sauerlacher Radwege, die Radtour Kapellen und Kirchen und der Natur-Rad-Wanderweg. Alle fünf Radwanderwege sind gut beschildert und im Rathaus gibt es auch noch die Landkreis - Radwanderkarte und die Sauerlacher Radwanderkarte. Noch Wünsche? Die Gemeinde selbst ist zwar kein Radfahrerparadies aber rund herum ist alles geboten. Gute Fahrt!

Die nächste Monatsversammlung findet wieder am dritten Mittwoch im Monat, am 15. Juni um 20 Uhr im Gebäude der Volkshochschule statt.

Gäste sind immer willkommen.

05.2011: Man kann ja nichts tun

Oh doch, wenn viele Bürger auf Ökostrom umsteigen, ist das das wirksamste Signal an die Stromerzeuger und an die Politik: wir wollen weg von den Atomkraftwerken. Nach Japan ist uns klar geworden, das sogenannte Restrisiko ist uns zu groß, schließlich war Japan nicht der erste GAU und offensichtlich gehört es zum System, wenn sich immer wieder herausstellt, wie Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten und Störfälle verschleiert wurden. Bis jetzt hatten wir noch Glück, wir können noch frei handeln, nutzen Sie ihre Möglichkeiten, setzen Sie ein klares Signal.

Der Wechsel zu Ökostrom ist völlig problemlos. Wenn Sie per Telefon, Postkarte, E-Mail oder Internet zu einem Ökostrom-Lieferanten Kontakt aufgenommen haben, erledigt er für Sie alle Formalitäten, auch die Abmeldung beim bisherigen Stromversorger. Die Stromversorgung läuft ungestört weiter und der Preisunterschied ist geringfügig. Da es auch unter den Stromversorgern schwarze Schafe gibt, nennen wir ihnen gerne zuverlässige Anbieter (Kora Albath Tel. 7353). Diese Ökostrom-Anbieter liefern Strom aus 100% erneuerbarer Energie wie Wind, Sonne, Wasser und Biomasse. Der Artikel „Verwenden Sie Ökostrom“ des Agenda AK-Energie in diesem Heft befasst sich mit dem gleichen Thema.

Unsere nächste Monatsversammlung findet wieder am dritten Mittwoch im Monat, am 18.Mai um 20 Uhr im Gebäude der Volkshochchule statt. Gäste sind immer willkommen.

03.2011: Jahreshauptversammlung

Wir laden unsere Mitglieder und Freunde zur diesjährigen Jahreshauptversammlung ein. Sie findet am Mittwoch, dem 16. März 2011 um 19 Uhr im Gebäude der Volkshochschule statt.

Wir werden ihnen über unsere Aktivitäten im vergangenen Jahr berichten und geben einen Überblick über unsere Finanzlage. Ein Vertreter der Kreisgruppe aus München, der uns übergeordneten Ebene des BN, wird uns über aktuelle Umweltprobleme und Aktivitäten im Landkreis München aber auch in Bayern informieren und jeweils die Position des BN darlegen. Das gibt Anlass genug für die anschließende Aussprache.

Wir freuen uns auf einen informativen Abend.

08.2010: Radwanderweg

Nach einiger Vorarbeit wird demnächst ein Radwanderweg in Sauerlach eröffnet. Ein schönes Ergebnis einer gelungenen Zusammenarbeit von Gemeindeverwaltung und der Ortsgruppe des BN. Wir hatten die Idee, arbeiteten die Routen aus und die Gemeinde übernahm die aufwändige Beschilderung, die Gestaltung und den Druck des Faltblattes. Die Radtour „Kapellen und Kirchen“ führt ab Ortszentrum zur St. Ullrich-Kapelle weiter zur St. Anna-Kapelle, nach Altkirchen, Klein- und Großeichenhausen, nach Gumpertsham, weiter nach Arget und von dort über den Radweg an der Tegernseer Landstraße zurück ins Ortszentrum. Ein zweiter Weg der „Natur-Rad-Wanderweg“ varriiert diese Route vor allem im ersten und letzten Viertel.

Holen sie sich das Faltblatt mit der Beschreibung und den Karten der Routen im Rathaus und lassen sie sich zu einer Radtour oder auch Fußwanderung anregen!

Im August fällt unsere Monatsversammlung aus.